Mein Weihnachten in Bolivien!

Heute ist der 31. Mai 2018. Der Website wetter.com zufolge soll es in meiner Heimatstadt Garbsen heute schön warme sommerliche Temperaturen geben. Jetzt stellt Euch vor, ihr kommt halb verschwitzt ins Haus, um euch abzukühlen und seht auf dem Kalender den 24.12.! Kann man sich gar nicht richtig vorstellen, oder? Doch genau so war das letztjährige Weihnachten für mich. In der warmen Stadt Cochabamba konnten wir am heiligen Abend in kurzer Hose und T-Shirt aus dem Haus gehen.

Mein Weihnachten habe ich bei und mit meiner Gastfamilie des Sprachkurses verbracht. Meine Ankunft dort war am 21.12. Wir haben uns dort seit längerem nicht gesehen gehabt. Da ich dann endlich spanisch sprechen konnte, konnten wir uns erstmalig gut unterhalten. Das war ein sehr schönes Gefühl in Anbetracht meiner kläglichen Versuche am Anfang des Freiwilligendienstes. Ich erzählte also ein Bisschen von meiner Arbeit, meinem Alltag und sonstigem.

Da es Weihnachten war und ich meiner Reisen wegen keine Geschenke organisieren konnte, ging ich am 23. mit meiner Gastschwester los und kaufte ein paar Geschenke. Es zwar anfangs etwas komisch, wieder in meiner Gastfamilie zu sein. Sie behandelten mich etwas wie ein kleines Kind, aber darüber konnte ich hinwegsehen. Nachdem wir die Geschenke alle zusammen hatten, war es auch schon soweit: der heilige Abend!

Ich muss ehrlich gestehen: Für mich hat sich Weihnachten nicht wie Weihnachten angefühlt. Keine Familie. Keine Kälte. Kein warmer Kamin zum Aufwärmen. Und vor Allem: keine wirkliche Weihnachtsstimmung. Wie auch bolivianische Freiwillige, die in Deutschland waren, gesagt haben: In Bolivien habe ich keine richtig weihnachtliche Atmosphäre gespürt, wie sie in Deutschland ist. Es war für mich weniger liebevoll. Wo in Deutschland in meiner Familie zusammen die Geschenke ausgepackt werden, wurden in meiner Gastfamilie schon Geschenke geöffnet, während die anderen noch gegessen haben. Niemand hat dem wirklich Beachtung geschenkt. Nach dem gemeinsamen Essen mit der Familie und dem Geschenke auspacken, sind wir alle auch schon relativ früh schlafen gegangen. Der 25. und 26.12. waren in meiner Gastfamilie zwei normale Tage wie alle anderen auch. Meine eine Gastschwester hat sich mit Freunden getroffen und die andere war größtenteils in ihrem Zimmer. Ich habe mich zeitweilig mit den beiden beschäftigt oder die Fortsetzung meiner Reise geplant.

Am 26.12. habe ich meine Reise auch schon fortgesetzt. Für mich ging es an diesem Tag in die, Aussagen der Einheimischen zufolge, gefährlichste Stadt Boliviens.

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Ein Gedanke zu “Mein Weihnachten in Bolivien!

  1. Hallo Marc! Welche Stadt war das und warum ist sie am gefährlichsten? Bist Du schon mal in eine brenzlige Situation gekommen? Ich hoffe nicht! Liebe Grüße und viel Spaß noch!

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